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Tobias Witton und Tischtennisprofi Jean-Michel Saive bieten große Show

23.06.2011 von Tobias Witton

Von Starallüren keine Spur.

Witton vs. Saive
„Ein unvergesslicher Tag. Der Höhepunkt meiner sportlichen Laufbahn", beschrieb der Fröndenberger Tobias Witton seinen Auftritt bei der Leipold-Tischtennis-Gala im Hemeraner „Grohe-Forum", bei der der 21-Jährige als einer von vier glücklichen Lokalspielern gegen einen echten Weltklassespieler antreten durfte.

Um 19 Uhr stand zunächst ein „get-together" mit den Tischtennis-Profis auf dem Programmplan der Veranstaltung. Bei einem gemeinsamen Imbiss mit Timo Boll, Christian Süß, Jean-Michel-Saive und Wang Xi durfte Witton, Spieler des Oberligisten GSV Fröndenberg, die Stars hautnah miterleben und auch so manche Fragen stellen. „Ich wollte keine Frage stellen, die Timo wahrscheinlich schon hundertmal gehört hat. So habe habe ich ihn gefragt, was für ein Auto er fährt. Seine Frau ergriff Partei und sagte 'Nur ein VW-Tuareg. Wir sind auch ganz normale Menschen'", sagte Witton und bemerkte weiter: „von Starallüren keine Spur".

Dass die vier Spieler der Tischtennis-Weltelite tatsächlich auch nur ganz gewöhnliche Menschen sind, stellten sie wenig später beim sportlichen Programm in der mit rund 700 Zuschauern gut besuchten Mehrzweckhalle unter Beweis. Um 20 Uhr übernahm Radio-Moderator Mirco Heintz, der Jung und Alt in einer amüsanten und lockeren Art durch den Abend führte und die Lokalsspieler erst nach den Profis als „wahre Helden" in die Halle rief, die mit Spannung erwartete Auslosung der „Profi-gegen-Amateur-Spiele".

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Wie es der Zufall wollte, wurde dem Fröndenberger der Belgier und „Spaßvogel" Jean-Michele-Saive zugelost, der für seine einzigartigen Show-Kämpfe bekannt ist und auch deshalb zu einem echten Publikumsmagneten avancierte. „Ich wusste, dass Saive nach Boll zu Tobis Wunschgegner gehörte. Dass es aber das mit Abstand beste Los war, war durch den mehrmaligen Szenen-Applaus des Publikums unschwer zu verkennen. Es schien mir so, als würden fast alle nur auf das Spiel zwischen meinem Doppelpartner und dem Belgier schauen", berichtete Hendrik Arndt, GSV-Mannschaftskollege von Witton, seine Eindrücke. Neben einigen Top-Spin-Duellen spielte der 17-fache belgische Meister auch mehrere Ballon-Abwehr-Bälle, bei dem nach jedem Ballwechsel ein lautstarkes und begeistertes Raunen durch die Ränge ging. Nach spannenden drei Sätzen war es am Ende aber der Profi, der die unterhaltsame Partie für sich entschied. „Wenn Saive gewollt hätte, wäre das Spiel schon nach zehn Minuten beendet. Durch die zahlreichen Show-Einlagen dauerte es aber eine halbe Stunde. Ich habe jede Sekunde davon genossen. Nachher musste ich sogar mein erstes Autogramm geben", meinte Witton voller Stolz. Auch Helmut Krämer, Vorstandsvorsitzender des GSV Fröndenberg, der sich das Spektakel von der Tribüne ansah, war von der Leistung des GSV-Eigengewächses begeistert: „Ein besseres Abendprogramm, hätte ich mir kaum vorstellen können".

Nachdem auch die anderen Lokalspieler ihren zugelosten Profi-Gegnern ohne Satzgewinn unterlagen, Daniel Becker (TTC DJK Lendringesen) spielte gegen Boll, Volker Rummenhohl (TTF Wetter/Herdecke) gegen Süß und Marc Rochholl (TTC Werl) gegen Wang, waren die Ballkünstler im Halbfinale unter sich. Während sich Boll, die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste, eine heiße „Abwehrschlacht" mit dem chinesischen Materialspieler Wang Xi leistete, passierte im zweiten Halbfinale zwischen Süß und Saive das, was niemand ahnen konnte: Im dritten Satz des mitreißenden Show-Kampfes verletzte sich Süß bei einer schnellen Bewegung das Bein und musste aufgeben. Knorpelschaden war die erschreckende Diagnose. „Das war der einzige Wermutstropfen. Ansonsten lief alles nach Plan und hat großen Spaß gemacht", zeigte sich Organisatorin, Sylvia Schreiber von der Sauerland GmbH, hochzufrieden. Im Finale behielt der WM-Dritte Boll in vier Sätzen die Oberhand über den „Meister der Herzen" Saive.

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