Historie
Nach einer zweijährigen Vorlaufzeit begannen die Fröndenberger TT-Spieler in der Saison 1974/75 mit einer Jugendmannschaft ihre aktive Wettkampfteilnahme im Tischtennis-Verband. Heute beteiligen sich fünf Herren-, eine Damen-, zwei Jugend-, und zwei Schülermannschaft am Meisterschaftsprogramm in Spielklassen des TT-Kreisverbandes und weit darüber hinaus.
Eine solche Entwicklung ist sicherlich nicht typisch für den
Tischtennissport und deshalb hat der GSV gute Gründe, mit Genugtuung
zurückzuschauen und seine Geschichte nicht ohne Stolz vorzeigen zu
können. In 30 Jahren Tischtennis im GSV ist eine kontinuierliche und
beinahe stetig positive Entwicklung abzusehen, die erst in den letzten
beiden Jahren etwas gebremst wurde.
Der Zusammenhalt unserer Abteilung verfestigte sich über Jahre hinweg
und zeigt sich heute durch gemeinsame Ausflüge, Fahrten und Freizeiten
mit Jugendlichen, Feten und Feiern. Dazu gehören
natürlich auch die zahlreichen Veranstaltungen, die man gemeinsam
vorbereitet, organisiert und mit gutem Erfolg zu Ende gebracht hat, wie
die Kreismeisterschaften, Aufstiegsspiele, die Westdeutschen
Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren und vor zwei Jahren die
Austragung der TT-Wettkämpfe der Ruhrolympiade. Mit 30 Jahren ist der
Verein noch ziemlich jung, aber er darf mit Recht sagen: Ich
habe vieles richtig gemacht und bin daher schon etwas erwachsen. Doch
alt will und soll er noch lange nicht werden; denn ihm bleiben
noch viele Ziele, sportlich wie gesellschaftlich, und die sollte er mit
der Geduld angehen, die ihn bisher ausgezeichnet hat, und dabei sollte er auf die setzen, mit denen er bislang Erfolg hatte.
Die Faktoren dieses positiven Trends sind bestimmt nicht irgend etwas
Anonymes, ein Trend oder äußere Bedingungen, sondern vielmehr die
Menschen, die unseren Verein ausmachen und tragen. Sie,
angefangen bei Jörg-Herwig Fleige, dem Mannschaftsführer der l. Jugend
1974, bis zu all denen, die noch bis heute in den verschiedensten
Funktionen dabei sind, stehen für das, was Tischtennis im GSV ausmacht.
All jene haben etwas bewegt, sie hatten Ziele und auch die Ideen, diese
zu verwirklichen. Dabei haben sie Wesentliches richtig gemacht, das
lässt sich heute nach 30 Jahren mit Sicherheit sagen. So hat der GSV
von Anfang an auf die Jugend gesetzt; das heißt, die Nachwuchsarbeit
hatte und hat immer Priorität.
Begonnen hat man mit einer Jugendmannschaft und schon ein Jahr später waren es zwei. 1978 meldete der GSV die
1. Knabenmannschaft
an, um auch den jüngeren Kindern die Möglichkeit zu geben, am
geregelten Spielbertrieb teilzunehmen. Als etwas später im Kreisverband
Iserlohn Wettkämpfe für die C- Schüler
ausgeschrieben wurden, war Fröndenberg selbstverständlich auch dabei.
So weist der GSV eine lückenlose Nachwuchsarbeit auf und dabei wird es
kaum verwundern, dass es in diesem Bereich auch entsprechend viele
Erfolge gab. Nicht weniger wichtig ist, dass
sich die Damen- und Herrenmannschaften im wesentlichen aus dem eigenen
Nachwuchs rekrutieren. Das bedeutet zweierlei:
Man setzt erstens sportlich auf den eigenen Nachwuchs und erreicht zweitens, dass die, die jahrelang in Schüler- und
Jugendmannschaften gespielt haben, auch danach im Verein aktiv bleiben.
Letzteres ist in unserer Zeit besonders wichtig und wir sind froh, dass
es uns in der Vergangenheit häufig gelungen ist.
Zielsetzungen des GSV waren und sind Freude am Sport, Leistung, Erfolg
und kameradschaftliches Miteinander - doch immer ausgerichtet an dem,
was auch machbar war. Keines dieser Ziele darf isoliert gesehen werden
und keines darf dominant sein, allenfalls für einen einzelnen, aber
nicht für den Gesamtverein. Das galt immer, das hat sich bewährt und
muss auch in
Zukunft gelten. Um die genannten Ziele zu erreichen, bedarf es auch
einer entsprechenden Einstellung. Dabei wird man ohne Geduld selten
Erfolg haben und zur Geduld gehört Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit,
Gelassenheit und die Sicherheit, dass man irgendwann den richtigen
Zeitpunkt erwischt.
So kam in
den ersten zehn Jahren bis auf Heike Schnell nie ein Mädchen zum
Tischtennis. Nach der Austragung der ersten Stadt-meisterschaften,
übrigens auch vom GSV initiiert und organisiert, war es dann soweit:
1984 bildeten Frauke Friederichs, Stefanie Bauer und Christina
Krämer die 1. Mädchenmannschaft des GSV und legten damit den Grundstein
für die Erfolgsserie dieser Mannschaft.
Sehr
viel Geduld benötigten die Herren, bis sie auf Bezirksebene Fuß fassen
konnten und in der Saison 01/02 in die Landesliga aufsteigen konnten.
Im Nachwuchsbereich mühten sich lange Zeit ein oder zwei Übungsleiter
mit der gesamten Nachwuchsabteilung ab, heute haben wir mehr als zehn
ausgebildete Übungsleiter und sogar zwei Trainer, die im Tischtennis
auf Bundesebene tätig sind.